Nagyvázsony - Gidófalva - Falkenberg (Partnergemeinden) Buch mit deutschem Text und Fotos: click hier! Die unten Dargestellte Dorf-Geschicte ist ebenfalls im Buch zu finden!Buch-sponsor: click hier
Photogalerie von Nagyvázsony
Partnergemeinde im Bayern: Markt Falkenberg
Deutsche Selbstverwaltung (Nagyvázsony / Großwaschon)
Adresse: H-8291 Nagyvázsony, Kinizsi u. 96., Csebi Pogány Péter, dsv.pogany@vazsonykom.hu
Links von Nagyvázsony:
Ferienwohnungen, Dorftourismus
Reitschule
Photos von Veranstaltungen
Kinizsi Burg
Museum der Schmiedekunst
Zweisprächiges Buch über Nagyvázsony und die Partnergemeinden I.: klick hier, und Buch II.: klick hier
Vereine mit internationaler Arbeit: Pontes, Fekete Sereg
EU-LINKS:
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BALATON-TOURISMUS (mit deutschem text, seite auch!)
SIEBENBÜRGEN - TOURISMUS MIT DEUTSCHEM TEXT
Dorf-Geschichte:
Die Gegend von Nagyvázsony ist ein seit Jahrtausenden bewohntes Gebiet. Von einer römischen Siedlung bzw. einer Militärstraße aus der Römerzeit zeugen die archäologischen Funde sowie Steinaufschriften, die in der Umgebung aufgefunden wurden.
Nach der ungarischen Landnahme siedelte sich hier der Stamm der Vason an. Die erste urkundlich bezeugte Erwähnung des Ortes stammt aus der Zeit der Mongolenstürme (13. Jh.). Zu dieser Zeit gab es hier mehrere Ortschaften, u.a. das benachbarte Dorf Nemesleányfalu, das bereits in einer Quelle aus dem Jahre 1082 erscheint. Im 14. Jh. war die Siedlung im Besitz der Familie Vezseny. Nachdem die Familie ausgestorben war, fiel die Ortschaft an den König Matthias Corvinus.König Matthias schenkte das Gut 1472 seinem heldenhaften Soldaten Pál Kinizsi, der mittels der Kriegsbeute einer bedeutenden Schlacht gegen die Türken (Kenyérmezõ in Siebenbürgen) die Burg umbauen ließ: Sie wurde mit Türmen und Schutzmauern befestigt, um einen Palastflügel sowie eine Kapelle erweitert. Kinizsi setzte auch weitere bedeutende Bauarbeiten in Gang: Er ließ die auch heute stehende Sankt-Stephan-Kirche erneuern und siedelte in der Ortschaft den Paulinerorden an. Mit seiner Unterstützung erbauten die Mönche ihr Kloster auf dem Sankt-Michael-Hügel, das selbst in seinem heutigen ruinenhaften Zustand Bewunderung verdient. Mit dem Namen des Feldherren Kinizsi verbindet man auch die Aufstellung des berühmten ungarischen „Schwarzen Heeres“, das sich in zahlreichen Feldzügen gegen das Osmanische Reich auszeichnete.
Im 16. Jh. wurde auch Nagyvázsony zur Zielscheibe von türkischen Angriffen, obwohl die Burg keine besondere militärische Bedeutung besaß, jedoch an einer wichtigen Landesstraße stand. Während der anderthalb Jahrhundert anhaltenden Türkenherrschaft waren die Ungarn und Türken abwechselnd Machthaber der Ortschaft. Das militärisch kaum zu verteidigende Klostergebäude wurde jedoch bei den ersten türkischen Angriffen gesprengt, damit es nicht als Ausgangspunkt für weitere Feldzüge genutzt werden konnte. Die Burg gelangte im Jahre 1598 endgültig wieder in ungarische Hand. Während der langen Kriegsperiode bauten die Soldaten ihre Häuser unterhalb der Burg auf, sodass dort eine neue Siedlung entstand. Bereits im 16. Jh. gingen einige von ihnen zum protestantischen Glauben über. Als Wohnort der Burgsoldaten diente auch Nemesleányfalu, das heute Teil der Gemeinde Nagyvázsony ist, jedoch seine Eigenart bewahren konnte.

Im 17. Jh. wurden die Kriegsschäden beseitigt, 1649 schenkte der König die Burg an die Großadelsfamilie Zichy, die deutsche Siedler in den umliegenden Ortschaften ansiedelte. Nach einem letzten Überfall der Türken im Jahre 1663 verlor die Burg gänzlich ihre Bedeutung und funktionierte als Wohnanlage weiter.
Im 18.–19. Jh. entwickelte sich Nagyvázsony zu einem zentralen Marktflecken mit reger Landwirtschaft und bedeutendem Handwerk. Gegen Mitte des 20. Jh.s wirkten die gewaltsame Urbanisierung, das Zerstören der kleinen Mühlen, die Verstaatlichung der Landwirtschaft und der privaten Handwerkerbetriebe gegen eine natürliche Entwicklung der ungarischen Dörfer, was auch Nagyvázsony betraf. Die Ortschaft wurde mit Nemesleányfalu vereinigt. Der Unmenschlichkeit des neuen politischen Systems nach 1945 folgte ein aktiver Aufstand im Revolutionsjahr 1956. Die Dorfbewohner sorgten nicht nur vor Ort für Veränderung, sondern trugen mit ihren Lebensmittelsendungen auch zur Versorgung der von den Kämpfen am meisten betroffenen Hauptstadt bei.
In den 1960er Jahren fing die Restaurierung der Burg an. Ab den 70er Jahren wurde Nagyvázsony dank Fachleuten des Fremdenverkehrs und des Reitersports sowie einigen begeisterten Archäologen zum Schauplatz wichtiger staatlicher Veranstaltungen. Die immer größeren Reiterfestspiele zogen Tausende von in- und ausländischen Touristen an. Die Burganlage öffnete ihre Ausstellungen, neben der Burg entstanden das Post- und Freilichtmuseum. Die staatlich geförderte Bedeutung der Burg ging zwar nach der Wende, in den 90er Jahren zurück, dem Ort Nagyvázsony kam jedoch nach der Verwaltungsreform wieder eine zentrale Rolle zu.Nagyvázsony verwaltet nun wieder selber sein Wahrzeichen, die Kinizsi-Burg, unterhält seine Institutionen, die Kindertagesstätte, den Kindergarten und die Schule, die insgesamt 250 Kinder besuchen, gemeinsam mit seinen Nachbarorten. Die neue Entwicklung des Dorfes rief mehrere Vereine und Stiftungen ins Leben, die aktiv an den Veranstaltungen und Festen des Dorfes teilnehmen. Ein neu entstandener Tennisplatz, ein Angelsee sowie ein Internetraum sorgen für sinnvolle Unterhaltung der Dorfbewohner, regelmäßig erscheint eine Dorfzeitung. Bei den verschiedenen Kinder- und Familienprogrammen spielen das Schaffen sowie das Bewahren von Traditionen eine bedeutende Rolle.
Nagyvázsony fungiert seit Sommer 2007 als „Pforte“ im Tal der Künste, bei einem der größten Kulturfestivals von Ungarn. Auch zur Adventszeit gibt es Veranstaltungen vor Ort, die Feste an den ehemals bedeutendsten Tagen des Bauernlebens (am Tag des Heiligen Georg und des Heiligen Michaels) ziehen von Jahr zu Jahr mehr Besucher an. Auch der Jagd- und Reittourismus gewinnt wieder an Bedeutung.
Die Einwohnerzahl von Nagyvázsony beträgt heute 1840. Die Mehrheit der Einwohner ist katholisch, aber auch die evangelische Gemeinde ist bedeutend, und selbst die kleine kalvinistische Kirchengemeinde besitzt eine Kirche, die unter Denkmalschutz steht. Sowohl die Deutschen als auch die Zigeuner verfügen über Minderheitenselbstverwaltungen. Die Gemeinde pflegt mit großer Freude die Partnerschaft mit dem siebenbürgischen Gidófalva und Falkenberg in Bayern. Diesen Partnerkontakten ist auch der vorliegende Band zu verdanken, den wir mit Unterstützung der Europäischen Union herausgegeben haben. Wir glauben fest daran, dass das Buch eine große Hilfe beim gegenseitigen Kennenlernen unserer Gemeinden sowie bei der Pflege der bayerisch-ungarischen und ungarisch-ungarischen Kontakte leisten kann. 

Szabolcs Fábry
Bürgermeister
Übersetzung: Orsolya Vigh-Krupla und Dr. Szilágyiné Dr. Kósa Anikó
Danke für:

Bürgermeister
Übersetzung: Orsolya Vigh-Krupla und Dr. Szilágyiné Dr. Kósa Anikó
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